Wie kommt Wilderness International darauf, dass auf 1 m2 Regenwald 60 kg CO2 für immer gebunden­­­­­­­­­­ sind, und wie viel CO2 bindet ein durchschnittlicher Wald in Deutschland vergleichsweise?

Um die CO2-Speicherung in den Schutzgebieten zu messen, verwendet Wilderness International die wissenschaftlich anerkannte Methode der Berechnung der oberirdischen lebenden Biomasse. Diese Methode wird beispielsweise auch für die Treibhausgasberichterstattung der deutschen Wälder genutzt.


Anhand von sogenannten allometrischen Formeln kann durch die Umrechnung einfach erhebbarer Parameter, wie der Baumumfänge, die tatsächliche Biomasse an den Standorten bestimmt werden. Die Allometrie beschreibt die Beziehung zwischen verschiedenen Baummaßen und der Biomasse. Trotz detaillierter Messungen auf Dauerversuchsflächen in den Schutzgebieten variieren die tatsächlichen Werte je nach Bestimmungszeitpunkt und -ort. Daher wurde der allgemeine Näherungswert von 60 kg CO2 pro m² festgelegt.


Unsere Schutzgebiete speichern perspektivisch sogar weitere 0,5 kg CO2 pro Quadratmeter pro Jahr. Zusätzlich zu unseren Messungen werden regelmäßige transparente Updates mit hochaufgelösten Drohnenbefliegungen, Biodiversitätsforschungsergebnisse und periodisch stattfindende Nachmessungen der Biomassedauerversuchsflächen in den Wäldern durchgeführt, um die gespeicherte CO2-Menge und den Zuwachs zu ermitteln.


Wenn du es ganz genau wissen willst, wie kannst du gerne hier nachlesen, wie wir alles gemessen und berechnet haben. 


Das unabhängige Prozessgutachten von Rainer Kant (BAUM e.V.) hat bestätigt, dass unsere Berechnungen zur CO2-Speicherleistung unserer Schutzgebiete sowie dem jährlichen Zuwachs plausibel sind. “ [Die Berechnung] liegt im oberen Bereich der typischen Werte für intakte Primärwälder in den Tropen und in gemäßigten Regenwäldern – und ist besonders dann realistisch, wenn, wie es im Falle von WI gegeben ist 1) alte, intakte Bestände geschützt werden, 2) Entwaldung oder Degradation ausgeschlossen ist und 3) ein gemischter Flächenansatz für Peru und Kanada gegeben ist [...].”


Im Vergleich dazu speichert der deutsche Wald pro Hektar 5,4 Tonnen CO2 (siehe Bundeswaldinventur und Kohlenstoffinventur). Also speichert ein durchschnittlicher Wald in Deutschland etwa 0,54 kg CO2 pro Quadratmeter.

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