Was versteht Wilderness International unter CO2-Kompensation?
Emissionen - ob vermeidbar oder nicht - lassen sich kompensieren, indem wir zum Beispiel noch intakte Naturräume bewahren. In diesen Gebieten sind große Mengen CO2 in lebendiger Biomasse gebunden. Die CO2-Speicherkapazität von Flächen in Ökosystemen kann berechnet werden. Eine direkte Verbindung vom Volumen der CO2-Kompensation und der zu schützenden Naturfläche ist dadurch möglich. Zum Beispiel ist der temperierte Regenwald Westkanadas Weltmeister der CO2-Bindung. Wilderness International hat erforscht, wie viel CO2 von den riesigen Urwaldbäumen dort gebunden wird: Auf einer Fläche von 128 m2 bindet der temperierte Regenwald in unseren Schutzgebieten 13 Tonnen CO2. Das entspricht in etwa dem jährlichen CO2-Fußabdrucks eines Europäers.
Das weltweit ausgestoßene CO2 wird auch in den intakten Wäldern unserer Schutzgebiete wieder aufgenommen, allerdings noch in unbekannter Höhe, da wir den Zuwachs immer noch nicht zufriedenstellend erfassen konnten. Daher können wir zahlenmäßig nur angeben, wie viel Kohlenstoff bereits jetzt gebunden ist und durch den Schutz der Gebiete gebunden bleibt.
Viel wichtiger ist außerdem, dass das Ziel nicht nur darin liegt, CO2 zu kompensieren und damit die Erwärmung der Erde zu beenden, sondern den Klimawandel als Ganzes aufzuhalten und das Leben auf der Erde an sich zu bewahren. Dabei sind Wälder und Bäume unsere wichtigsten Verbündeten. Das schaffen wir nur mit Hilfe der vielen wichtigen Funktionen, die der Wald für ein stabiles Klima erfüllt, die Artenvielfalt, die er beherbergt, und die Lebensgrundlage, die er darstellt, und die wir nur durch den Schutz bestehender, intakter Wälder erhalten. Mehr dazu lest ihr auch unter der Frage: Wie kompensiert der Regenwald meinen CO2-Ausstoß aus?