Wie stellt ihr den langfristigen Schutz der Gebiete sicher?
Wir schützen die von uns ausgewählten Gebiete ausschließlich durch Kauf mit Grundbucheintrag und in Ländern mit hoher Rechtssicherheit. Alle drei internationalen Stiftungen (Peru, Kanada, Deutschland) werden als Eigentümerinnen ins Grundbuch eingetragen. Die Waldgebiete, die wir als Stiftungen gekauft haben, kann uns keiner mehr abkaufen, und auch wir dürfen die Waldgebiete nicht mehr verkaufen.
Die Organisationsform der Stiftung verhindert, dass die Rechte über die Verfügung von Eigentum bei einer einzelnen Person liegen und sichert das dauerhafte Bestehen. Hier erfährst du mehr über die Langlebigkeit des Stiftungskonzepts. Unsere Satzung legt fest, dass die Landstücke unberührt gelassen und lediglich zu Forschungs- und Dokumentationszwecken aufgesucht werden.
In Kanada:
Unsere Schutzgebiete in Kanada sind aufgrund ihrer Abgelegenheit und dem unerschlossenen Gebiet nur unter großem finanziellen, materiellen und zeitlichen Aufwand und nicht ohne Risiko erreichbar. Zudem sorgt die große Rechtssicherheit in Kanada dafür, dass eine Beschädigung von Land starke Sanktionen nach sich zieht. Der British Columbia Trespass Act verbietet es eindeutig, Privatland zu betreten. Verstöße werden auf Klage gerichtlich verfolgt, selbst wenn kein Schaden entstanden ist. Außerdem besuchen und kontrollieren wir die Gebiete im Rahmen regelmäßiger Forschungsaufenthalte und haben Partnerschaften mit lokalen Unternehmen, die uns unterstützen. In Kanada haben wir außerdem den Vorteil, dass Eigentum kulturgeschichtlich einen sehr hohen Wert hat und respektiert wird.
In Peru:
In Peru haben wir Waldhüter:innen (Forest Guardians) vor Ort, zu deren alltäglichen Aufgaben es gehört, unsere Schutzgebiete zu überwachen und unbefugtes Betreten zu verhindern. Durch den Einsatz von Drohnen können die Guardians ein größeres Gebiet einsehen, und spezielle Sensoren schlagen blitzschnell Alarm, wenn beispielsweise Feuer entstehen oder die Geräusche von Kettensägen hörbar sind. Zusätzlich arbeiten wir dort mit der Organisation „Fauna Forever“ zusammen, die ebenfalls dauerhaft vor Ort ist und im Rahmen ihrer Forschungsprojekte auch unsere Gebiete mit begeht und so überwacht.
Außerdem stehen die Forest Guardians im direkten Kontakt mit der lokalen Bevölkerung, vertreten unser Schutzanliegen in der Community, stellen Info-Schilder auf und arbeiten aktiv an Community-Projekten - wie unserem aktuellen Agroforst-Projekt - um der lokalen Bevölkerung Möglichkeiten aufzuzeigen, vom Regenwald zu profitieren, ohne diesen abzuholzen. Sollte es dennoch zu einem Konflikt kommen, melden wir Wilderer und andere illegal handelnde Personen den lokalen Rechtsdurchsetzungsorganen (wie Polizei, Anwälten, Behörden), und arbeiten eng mit ihnen zusammen.