Wer holzt die Regenwälder weltweit ab? Und warum?

Die Gründe, warum Menschen diese Wälder abholzen, sind komplex. Es handelt sich nicht um blinde Zerstörung – oft sehen die Menschen in der Abholzung der Wälder oder im Goldschürfen den einzigen und schnellsten Weg, ihre finanzielle Situation zu verbessern und ihre Familien zu ernähren. Langfristige Investitionen können sich die Wenigsten leisten. Außerdem fehlt es an Fachwissen und Ausbildungen für alternative Einkommensquellen wie Ökotourismus oder Agroforstwirtschaft. Genau dort setzen wir mit unseren Projekten in Peru an und versuchen möglichst vielen Peruaner:innen eine alternative Einkommensquelle zu bieten. Einen wichtigen Teil unserer Arbeit sehen wir auch in der frühzeitgen Vermittlung von Wissen und Verständnis für den Wald und seine Bewohner, z.B. durch lokale Schulprojekte oder lokale Stipendien, die wir vergeben. 


Auch in Kanada leben die Menschen von der Forstindustrie. Die Holzgewinnung ist ein traditioneller und sehr wichtiger Wirtschaftszweig mit einer einflussreichen und finanziell starken Lobby, ähnlich wie die Autoindustrie in Deutschland. Wie bei uns passiert ein struktureller Wandel nur langsam, auch wenn von außen betrachtet die Lösung vermeintlich auf der Hand liegt. Strukturell müsste die Leistung der Natur in unserem Wirtschaftssystem eingerechnet und honoriert werden. Solange das nicht geschieht, wird weiter abgeholzt, auch wenn das eigentlich niemand will.

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